Werksgemeinschaft
Gerade für junge Menschen stellt sich in der heutigen Zeit die Frage, ob es überhaupt noch sinnvoll oder gar möglich ist, ein Eigenheim zu errichten. Durch die hohen Kosten, allein beim Ankauf eines Grundstücks und der Bau- und Erschließungskosten bleibt meist nur eine massive Verschuldung mit einem Lebenslangen Abzahlen eines Kredits übrig und man arbeitet allein für diese Kosten.
Um jedoch eine günstigere Alternative und Perspektive zu schaffen, kann auf das altbekannte Modell der Werkgemeinschaft zurückgegriffen werden.
Dabei handelt es um den Zusammenschluss (Kommunalisierung) von Wohnungswerber: innen im gleichen Objekt zur Langzeitnutzung um jungen Menschen eine Alternative ohne lebenslange Verschuldung zu bieten.
Das Objekt verbleibt im Besitz der Stiftung, welche ein Langzeitwohnrecht vergibt und zum Ausbau zur Verfügung gestellt. Somit entsteht faktisch ein Wohnrecht von der Wiege bis zur Barre.
Der Vorteil liegt für die Nutzer: innen in der Kapitalisierung. Dies bedeutet, dass nur eine Objektgebühr fällig wird, welche vor Baubeginn zu entrichten ist, welche je nach Größe des Objekts ca. 8-10% der Baukostenentspricht.
Durch die Eigenleistung reduziert sich die jeweilige monatliche Nutzungsgebühr für die jeweiligen Nutzer: innen. Die Wohnungswerber: innen haben dadurch keine überbordenden Vorschriften mit Eigenmittelzwang oder sonstigen Auflagen.
Auch eine Weitergabe des Objektes an die Nachkommen kann durch Eintritt der neuen Werber: innen in die Werkgemeinschaft und der damit verbundenen Zuzahlung einer Beitrittsgebühr erfolgen.
Dadurch sind nur Mehrparteienobjekte zur Weitergabe möglich und Einfamilienobjekte ohne Erweiterungsmöglichkeit ausgeschlossen.